Der Verein



Der Ammersbeker Kulturkreis ist ein eingetragener Verein, 1981 gegründet, um Kultur „aufs Land” zu bringen und ein lebendiges kulturelles Leben für die Bürgerinnen und Bürger in unserer Gemeinde zu schaffen.

 

Finanziert wird er durch unsere Mitglieder, Zuschüsse von der Gemeinde und Eintrittsgelder.

Da wir gemeinnützig sind, sind Spenden an uns steuerlich abzugsfähig.

 

Wir haben derzeit rund 400 Mitglieder. Unser laut Satzung gewählter und bestätigter Vorstand

stellt in Arbeitskreisen das vielfältige Programm zusammen und organisiert die Veranstaltungen. Auch wer (noch) nicht im Vorstand ist, darf sich gerne mit einbringen!

 

Unser kulturelles Programm soll möglichst viele Menschen in Ammersbek und drum herum ansprechen. Deshalb haben wir ein buntes Angebot.


Unsere Mission

Wir wollen vor allem eines: gut unterhalten und informieren. Zu unserem Angebot gehören:

 

· Theater / eigene Theatergruppe 

· Vorträge und Kabarett

· klassische und moderne Musik

· Ausstellungen 

· Arbeitsgruppen (z.B. Malen, Chorsingen, Plattdeutsch)

 

Über Planung und Aktivitäten erfahren Sie zweimal im Jahr auch durch unsere gelben Programmhefte. Unter dem Motto ‚‚Treffpunkt Pferdestall‘‘ finden Sie in unserem gedruckten Programm alles, was Kultur ausmacht.


Wie alles anfing...

Aus der Jubiläumsbroschüre, Februar 2001

Es wäre ungerecht zu behaupten, vor 1981, dem Gründungsjahr, hätte es in Ammersbek keine Kultur gegeben. Immerhin besaß doch diese Gemeinde, kaum drei Jahre alt, einen ‚‚Ausschuss für Schule, Jugend und Kultur‘‘. Diesem Ausschuss vorzusitzen hatte ich die Ehre. Und da war es eigentlich unvermeidlich, sich eines Tages zu fragen, warum der Ausschuss so heißt und nicht anders, wenn doch das Stichwort ‚‚Kultur‘‘ niemals auf der Tagesordnung erschien.

 

Dem abzuhelfen gab es nur zwei Möglichkeiten: den Namen oder den Sachverhalt ändern.

Wir entschieden uns für Letzteres und fingen an, Kultur zum kommunalen Programm zu erheben.

Dieser lichtvolle Augenblick mag etwa auf das Jahr 1980 zu datieren sein. Von nun an wandelte sich der Ausschuss in eine kulturelle Agentur. Wir hatten weder geeignete Räume noch einen Etat, geschweige denn Beziehungen oder gar den Schimmer einer Ahnung, wie man so etwas anfängt. Aber siehe da – wir entdeckten mit Goethe: ‚‚Wie fruchtbar ist der kleinste Kreis, wenn man sich nur zu helfen weiß.‘‘

 

Eine unserer ersten Veranstaltungen war eine ‚‚Dichterlesung‘‘ mit Wolfgang Sieg und fand im Sportlerheim am Schäferdresch statt. Fünf Minuten vor acht noch immer gähnende Leere im Besprechungsraum der Fußballer. Der erfolgsverwöhnte Autor und ich für den Veranstalter im Small Talk über die Schwierigkeiten, das ländliche Leben kulturell zu bereichern, zugleich beide immer abwechselnd einen scheuen Blick werfend auf die in gravitätischer Ruhe verharrende Eingangstür. Unvergesslich! Sowohl die Peinlichkeit als auch die Erleichterung, als es dann ab Punkt acht plötzlich unaufhaltsam strömte; als wir Stühle herbeischleppen und improvisieren mussten, so voll war es Minuten später. Und ein rundherum gelungener Abend war die wohlverdiente Belohnung.

 

Von da an wussten wir: Kultur in Ammersbek wird eine Erfolgs-Story. Und gründeten einen Verein.

Der komfortable Pferdestall ließ zwar noch sieben Jahre auf sich warten, aber das Klecks-Theater mit Brechts ‚‚Die Ausnahme und die Regel‘‘, dargeboten auf Spanplatten über Bierkisten mitten in der Turnhalle – das hatte auch was! Und Streichquartett vom Feinsten im Kirchenzentrum An der Lottbek – wir werden es nicht vergessen.


F. W. Wollenberg

Der Literaturprofessor und Lokalpolitiker Friedrich Wilhelm Wollenberg (1921–2011)

war 1981 einer der Mitbegründer des Ammersbeker Kulturkreises